7. Handlungsfeld: Bildungs- und Entwicklungschancen

Jedes Kind ist einzigartig: Die Münchner Kindertagesbetreuung schafft individuelle Bildungs- und Entwicklungschancen und stärkt Familien durch eine vertrauensvolle Bildungs- und Erziehungspartnerschaft.

Bildungs- und Entwicklungschancen

Visionen

Die Bildung, Erziehung und Betreuung in den Münchner Kindertageseinrichtungen orientiert sich an der Lebenswelt und an den Ressourcen aller Kinder und ihrer Familien.

Vision 1

Ziele

Ziel 1.1

Die Münchner Kindertageseinrichtungen verfügen über eine flexible Unterstützungsstruktur sowie über personelle, strukturelle und räumliche Voraussetzungen, um jedes Kind bedarfs- und bedürfnisgerecht zu begleiten.

Ziel 1.2

Eine gelebte Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in den Münchner Kindertageseinrichtungen zeichnet sich dadurch aus, dass alle Familien als gleichberechtigte Expert*innen für ihr Kind aktiv beteiligt, in ihrer Vielfalt wertgeschätzt und in ihrer Alltagsbewältigung unterstützt werden.

Ziel 1.3

Die Mehrsprachigkeit von Familien ist eine Bereicherung und Ressource und wird in der Angebotsvielfalt aufgegriffen. Mehrsprachige Mitarbeiter*innen unterstützen dabei eine kultursensible Kommunikation, stärken das Vertrauen und erleichtern den Zugang zu Angeboten.

Übergreifende Strategien und Maßnahmen

  • Diskriminierungssensible Haltung als Grundlage pädagogischen Handelns
  • Unterstützung von Selbstregulation, kommunikativer Kompetenz und Resilienz der Kinder
  • Abstimmung und Weiterentwicklung struktureller und konzeptioneller Voraussetzungen
  • Stärkung der Professionalität und zugewandten Haltung der pädagogischen Mitarbeiter*innen

  • Implementierung einer flexiblen, differenzierten und zugleich systematisch gesteuerten Unterstützungsstruktur zum Empowerment der gesamten Kindertageseinrichtung
  • Aufbau einer fundierten Bedarfsanalyse der Kindertageseinrichtungen
  • Etablierung eines strukturierten Ressourcenmanagements
  • Regelmäßige Evaluation und Weiterentwicklung der Prozesse
  • Sicherung bedarfsgerechter finanzieller, zeitlicher und personeller Ressourcen für ein zukunftsorientiertes Ressourcenmanagement
  • Ausbau und Kooperation regionaler Unterstützungsstrukturen, beispielsweise sozialpädagogische Fachkräfte, KiTZ-Teams, Integrationsfachdienste, Frühförderstellen, psychologische
    Fachdienste, Beratungsstellen, BildungsLokale
  • Systematischer Ausbau und strukturelle Verankerung der Unterstützungsangebote zur Weiterentwicklung der Qualität auf Teamebene

  • Entwicklung flexibler, multifunktional nutzbarer Raumkonzepte zur alltagsintegrierten Umsetzung von Förderung, Beratung und therapeutischer Unterstützung
  • Kontinuierliche Weiterentwicklung der Raumkonzepte zur Anpassung an sich wandelnde Anforderungen

  • Anerkennung der Familien als Expert*innen für ihre Kinder und gleichberechtigte aktive Beteiligung in Bildungsprozesse als Basis der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
  • Förderung einer inklusiven Kultur durch Anerkennung der Familienkultur, wie Werte, Normen, Erfahrungen, Geschichten
  • Etablierung einer aufgeschlossenen Willkommenskultur, die passende Rahmenbedingungen – räumlich, zeitlich und sozial – schafft
  • Perspektivwechsel hin zu den Sichtweisen der Familien als Leitprinzip, um eine einseitige Angebotslogik zu überwinden und eine bedarfsorientierte, familienzentrierte Praxis zu stärken
  • Systematische Verankerung innovativer Beteiligungsformate zur Partizipation von Kindern, Familien und pädagogischen Mitarbeiter*innen, wie Familiengremien oder Beiräte
  • Schaffung von Transparenz durch Dokumentation pädagogischer Arbeit, Aktivitäten und Alltagssituationen in ansprechender und verständlicher Form
  • Sicherstellung klarer Transparenz seitens Träger in Bezug auf nachvollziehbar und wirksam gestaltete Beschwerdewege

  • Stärkung der Familien durch niedrigschwellige, ressourcenorientierte Familienbildungs- und Beratungsangebote
  • Aufbau ganzheitlicher Unterstützungsstrukturen nach dem Prinzip „Aus einer Hand” durch sozialräumliche Vernetzung und Kooperation
  • Systematische Erweiterung von Teilhabechancen durch bedarfsorientierte und sozialraumbezogene Angebote
  • Laufende Weiterentwicklung und Evaluation der Angebote der Familienbildung und -beratung in den KinderTagesZentren
  • Sicherstellung barrierefreier Gestaltung der Angebote etwa durch Dolmetscher*innen, Kulturmittler*innen oder Unterstützte Kommunikation

  • Anerkennung und Sichtbarmachung der Familiensprachen – auch Gebärdensprache – im Alltag der Kindertageseinrichtung
  • Wertschätzung und Sichtbarkeit der Mehrsprachigkeit der Mitarbeiter*innen zur Förderung kultursensibler Kommunikation und des Vertrauensaufbau
  • Ermöglichung praxisnaher Formate zur Professionalisierung, beispielsweise Workshops, Podcasts und Teamklausurtage
  • Alltagsintegrierte sprachliche Bildung als Querschnittsaufgabe des gesamten Teams
  • Einsatz von Sprachfachkräften als Multiplikator*innen zur Beratung und Begleitung der pädagogischen Mitarbeiter*innen

Nachhaltigkeitsziele

SDG 4
SDG 5
SDG 10
SDG 16
SDG 17