6. Handlungsfeld: Digitale Transformation

Digital, vernetzt und zukunftsorientiert: Münchner Kindertageseinrichtungen stärken die Medienkompetenz von Kindern, erleichtern die Zusammenarbeit mit Familien und unterstützen Mitarbeiter*innen durch moderne digitale Lösungen.

Digitale Transformation

Visionen

In den Münchner Kindertageseinrichtungen ist die medienpädagogische Bildung als fester Bestandteil verankert.

Vision 1

Alle Münchner Kindertageseinrichtungen verfügen über eine möglichst moderne innovative IT-Infrastruktur, um sowohl die pädagogische Arbeit, die Zusammenarbeit mit den Familien als auch die Verwaltungsprozesse digital zu ermöglichen. Datenschutz und die Sicherheit der Kinder haben dabei höchste Priorität.

Vision 2

Digitale Tools und Plattformen vernetzen Familien, Mitarbeiter*innen sowie Träger und ermöglichen einen zentralen, barrierefreien Zugang zu den für sie relevanten Angeboten der Landeshauptstadt München.

Vision 3

Ziele

Ziel 1.1

Medienkompetenz von Kindern wird durch entwicklungsangemessene, pädagogisch wertvolle Angebote gestärkt. Gleichzeitig werden Familien darin unterstützt, ihre Kinder in der digitalen Welt kompetent zu begleiten.

Ziel 1.2

Es stehen umfassende (Weiter-)Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote für die pädagogischen Mitarbeiter*innen zur Verfügung, um den sicheren, reflektierten und kreativen Einsatz digitaler Medien in den Kindertageseinrichtungen zu ermöglichen.

Ziel 2.1

Eine flächendeckende, bedarfsgerechte IT-Infrastruktur sowie sichere, kindgerechte digitale Umgebungen werden gewährleistet und kontinuierlich evaluiert.

Ziel 2.2

Der Einsatz digitaler Tools ermöglicht eine effiziente Verwaltung organisatorischer sowie pädagogischer Aufgaben und entlastet dadurch Mitarbeiter*innen von administrativen Aufgaben.

Ziel 3.1

Digitale Tools und Angebote ermöglichen eine effiziente und transparente Kommunikation zwischen Familien und Mitarbeiter*innen, eine digitale kindbezogene Entwicklungsdokumentation, gebündelten Zugang zu städtischen Leistungen sowie vernetzte, trägerübergreifende Zusammenarbeit.

Ziel 3.2

Der systematisch evaluierte Einsatz moderner Technologien und innovativer Funktionen unterstützt die optimale Begleitung der Kinder und verbessert die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Familien und pädagogischen Mitarbeiter*innen.

Übergreifende Strategien und Maßnahmen

  • Integration digitaler Medien in den pädagogischen Alltag auf Grundlage des Bildungs- und Erziehungsplans ab dem Krippenalter – unter Berücksichtigung entwicklungspsychologischer Erkenntnisse
  • Ausbau digitaler Bildungsräume in Kindertageseinrichtungen als Erfahrungsorte für kreatives und aktives Medienhandeln
  • Gestaltung inklusiver Zugänge zu digitaler Bildung
  • Unterstützung eines kritischen Medienverständnisses bei Kindern zur reflektierten Bewertung von Medieninhalten
  • KI-gestützte Anwendungen zur Unterstützung individueller Lernprozesse

  • Erarbeitung verbindlicher Standards zur technischen Ausstattung und sicheren Nutzung digitaler Anwendungen in allen Kindertageseinrichtungen
  • Entwicklung und dauerhafte Verankerung medienpädagogischer Konzepte in den Hauskonzeptionen der Einrichtungen einschließlich regelmäßiger Evaluation
  • Ergänzung der pädagogischen Praxis durch ein strukturiertes Curriculum
  • Stärkung der medienpädagogischen Professionalität durch kontinuierliche Weiterbildung und kritische Reflexion des eigenen Umgangs mit digitalen Medien
  • Aufbau trägerübergreifender Kooperationsstrukturen zur gemeinsamen Ausrichtung und kontinuierlichen Weiterentwicklung medienpädagogischer Arbeit

  • Ausbau niedrigschwelliger Informations- und Beteiligungsangebote zur Stärkung gemeinsamer Medienkompetenz von Kindern und Familien
  • Bereitstellung mehrsprachiger Informationsmaterialien zur Sicherung von Teilhabe und Chancengerechtigkeit
  • Intensivierung der Kooperation mit externen Fachstellen aus Medienpädagogik und Wissenschaft zur Qualitätssicherung und Innovation

  • Aufbau eines Kompetenzrahmens „Digitale Bildung” als Grundlage für modular aufgebaute Qualifizierungsangebote, differenziert nach Qualifikationsniveaus
  • Einrichtung eines digitalen Qualifizierungsportals mit Lernvideos, Tutorials und Selbstlernmodulen für flexiblen, niedrigschwelligen Zugang
  • Durchführung trägerübergreifender praxisnaher Angebote wie Fachtage, Hospitationen, Workshops und Peer-Learning-Formate zur Förderung von Austausch und kollegialem Lernen
  • Bereitstellung eines digitalen Portals mit Good-Practice-Beispielen, Wissensdatenbank, praxisorientierten Materialien und Handreichungen zur Unterstützung im Alltag

  • Aufbau eines internen Pools von „Digital-Lots*innen” beziehungsweise „Digital Coach*innen”, die praxisnah die Einführung und Nutzung digitaler Tools in den Einrichtungen begleiten
  • Etablierung eines trägerübergreifenden Netzwerks medienpädagogischer Berater*innen als kontinuierliches Unterstützungsangebot bei digitalen Bildungsprozessen
  • Benennung einer*s IT-Beauftragten in jeder Einrichtung als erste Ansprechperson und Schnittstelle zum zentralen technischen Support

  • Flächendeckender Ausbau einer bedarfsgerechten IT-Ausstattung, inklusive stabilem WLAN, modernen dienstlichen Endgeräten sowie datenschutzkonformer Anwendungen

  • Einführung von Single Sign-On-Lösungen zur Ermöglichung eines intuitiven, zentralisierten und sicheren Zugriffs auf alle digitalen Anwendungen
  • Kontinuierliche Aktualisierung technischer Standards für Netzwerke, Endgeräte und Softwarelösungen, um Zukunftsfähigkeit, pädagogische Relevanz und praktische Umsetzbarkeit zu gewährleisten
  • Sicherstellung einer kindgerechten digitalen Umgebung, die höchste Anforderungen an Datenschutz und Privatsphäre erfüllt

  • Aufbau und Sicherstellung eines zielgruppenspezifischen IT-Supports, der für alle Einrichtungen transparent und zugänglich ist
  • Einführung regelmäßiger, bedarfsgerechter Informations- und Schulungsangebote zur Entlastung von Mitarbeiter*innen bei technischen Herausforderungen
  • Bereitstellung einer kontinuierlichen technischen Unterstützung und Wartung durch ein IT-Team, um reibungslose Abläufe und nachhaltige Nutzung der Infrastruktur zu gewährleisten
  • Fortlaufende Evaluation und Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur auf Basis praxisnaher Rückmeldungen zur Sicherstellung der Anpassungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit

  • Entwicklung und Implementierung nutzer*innenfreundlicher, medienbruchfreier und zielgruppenorientierter digitaler Unterstützungstools, die sowohl administrative als auch
    pädagogische Abläufe durchgängig abbilden
  • Verzahnung pädagogischer und administrativer Aufgaben zur Entlastung der Arbeit aller Mitarbeiter*innen
  • Benennung von Ansprechpersonen in allen Bereichen der Kindertagesbetreuung, um die Nutzung der digitalen Systeme sowie die organisatorischen Abläufe zuverlässig zu unterstützen

  • Einsatz digitaler Technologien zur Optimierung von Infrastruktur- und Planungsprozessen
  • Integration digitaler Systeme zur Optimierung bürokratischer Abläufe und zur Entlastung dezentraler Einrichtungen
  • Implementierung einer integrativen Digitalisierungsstrategie zur Förderung technischer Innovationen sowie zur nachhaltigen Qualitätsentwicklung
  • Verantwortungsvolle Einführung KI-gestützter Anwendungen unter Einhaltung ethischer, datenschutzrechtlicher und pädagogischer Standards

  • Einführung digitaler pädagogischer Dokumentations-verfahren, zum Beispiel digitale Lernportfolios, Sprachentwicklungsbögen und Entwicklungsberichte
  • Einsatz moderner mehrsprachiger Informations-, Kommunikations- und Rückmeldesysteme
  • Digitalisierung organisationsbezogener Abläufe, einschließlich Anmeldeverfahren, Notfallmanagement und Datenaustausch über Plattformen wie den „kita finder+”
  • Durchgängige Umsetzung der End-to-End-Prozesse
  • Digitale Darstellung ergänzender Angebote wie der Ferienbetreuung oder Gebührenstrukturen

  • Aufbau einer zentralen, sicheren und barrierefreien Plattform („Bildungshub München”) für Familien und pädagogische Mitarbeiter*innen zur Bereitstellung relevanter Angebote
  • Medienbruchfreie und nutzer*innenfreundliche Bereitstellung über eine einheitliche Oberfläche von Angeboten aus Bildung, Gesundheit und Qualifizierung sowie digitaler Services, beispielsweise dem „kita finder+” oder der Schuleinschreibung
  • Sicherer Login über BayernID mit Single Sign-On zur Gewährleistung von Datenschutz und einfacher Handhabung
  • Bereitstellung digitaler Materialien, Handreichungen und Weiterbildungsangebote für pädagogische Mitarbeiter*innen
  • Niedrigschwellige mehrsprachige Informationsangebote für Familien, inklusive Unterstützung bei Anmeldeverfahren, Förderfragen und Gesundheitsthemen
  • Schaffung einer verbindenden Infrastruktur zur Stärkung von Bildungsgerechtigkeit und Vernetzung unterschiedlicher Zielgruppen
  • Perspektivischer Ausbau um KI-gestützte Assistenzsysteme und Chatbots, um Informationszugang und digitalen Service kontinuierlich zu erweitern

  • Einrichtung einer trägerübergreifenden Austauschplattform

  • Aufbau eines strukturierenden Qualitätssicherungssystems zur regelmäßigen Überprüfung und Weiterentwicklung medienpädagogischer Angebote
  • Einbindung pädagogischer Mitarbeiter*innen, Familien und Kindern durch systematische Feedbackschleifen zur Bewertung digitaler Werkzeuge
  • Medienpädagogische Forschung, die die Umsetzung kontinuierlich begleitet und eine nachhaltige
    Qualitätsentwicklung sicherstellt
  • Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen, um wissenschaftlich fundierte Impulse für die Weiterentwicklung zu erhalten
  • Einführung trägerübergreifender Qualitätsstandards
  • Integration digitaler Qualitätsindikatoren in bestehende Verfahren der Qualitätsentwicklung

Nachhaltigkeitsziele

SDG 4
SDG 9
SDG 10