2. Handlungsfeld: Mitarbeiter*innen in der Kindertagesbetreuung München

Vielfältige Teams, starke Perspektiven: Die Münchner Kindertagesbetreuung bietet zukunftsorientierte Perspektiven durch moderne Arbeitsmodelle, lebenslanges Lernen und eine wertschätzende, gesunde Führungskultur.

Mitarbeiter*innen in der Kindertagesbetreuung München

Visionen

Die Münchner Kindertageseinrichtungen bieten für zahlreiche Professionen ein spannendes und dynamisches Berufsfeld mit attraktiven Rahmenbedingungen.

Vision 1

Die Personalstrategie fokussiert die Gewinnung, Entwicklungsperspektiven und langfristige Bindung aller Mitarbeiter*innen, Nachwuchskräfte und Quereinsteiger*innen.

Vision 2

In der Münchner Kindertagesbetreuung ist eine Kultur der innovativen und gesunden Führung etabliert, die auf Empowerment, Wertschätzung, Achtsamkeit und nachhaltigem Wohlbefinden basiert.

Vision 3

Ziele

Ziel 1.1

Die Teams in den Münchner Kindertageseinrichtungen sind vielfältig.

Ziel 1.2

Zukunftsorientierte Arbeitsmodelle fördern eine Kultur der Teilhabe und des Wissensaustauschs, Selbstbestimmung und Wohlbefinden sowie das Einbringen persönlicher Potenziale. Sie sind flexibel, werteorientiert und an gesellschaftliche Entwicklungen angepasst.

Ziel 2.1

Die Gewinnung neuer Mitarbeiter*innen ist zeitgemäß auf die Zielgruppen abgestimmt und das Image sowie die Anerkennung im Berufsfeld haben sich verbessert.

Ziel 2.2

Die Möglichkeiten zur individuellen Entwicklung sind transparent, vielfältig und fördern die langfristige Bindung der Mitarbeiter*innen.

Ziel 2.3

Die Angebote zur fachlichen Ausbildung und regelmäßigen Weiterqualifikation aller Mitarbeiter*innen sind an den Bedarfen orientiert und im Hinblick auf lebenslanges Lernen weiterentwickelt.

Ziel 3.1

Die Träger und Leitungen in der Münchner Kindertagesbetreuung nehmen die Führungsverantwortung und Fürsorgepflicht für alle Mitarbeiter* innen und dessen Tätigkeitsbereiche wahr. Sie verfügen über die erforderlichen Kompetenzen und Ressourcen, um gesund und zeitgemäß zu führen.

Übergreifende Strategien und Maßnahmen

  • Multiprofessionelle und interdisziplinäre Zusammensetzung der Teams
  • Abbildung gesellschaftlicher Vielfalt wie Kultur, Sprach- oder Leistungskompetenz, Alter, Geschlecht, Ethnie, Religion, Weltanschauung
  • Entwicklung präventiver Strategien gegen Ausgrenzung im Sinne von Inklusion
  • Öffnung der Zugangswege für pädagogische Mitarbeiter*innen aus verschiedenen Berufsgruppen
  • Förderung einer multiprofessionellen, projektorientierten Zusammenarbeit
  • Regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Personalausstattung
  • Einbindung pädagogischer Mitarbeiter*innen mit inklusiver Expertise
  • Förderung und Einbezug von Mehrsprachigkeit in den Teams

  • Gestaltung einer flexiblen Arbeitswelt unter Orientierung an den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter*innen
  • Schaffung zeitgemäßer Rahmenbedingungen für unterschiedliche Lebensphasen
  • Entwicklung vielfältiger Arbeitszeitmodelle
  • Unterstützung eines gesunden Arbeitsumfeldes

  • Etablierung dynamischer, flexibler und anpassungsfähiger
    Strukturen
  • Gestaltung gesundheitsförderlicher Arbeitsplätze

  • Professionalisierung sowie Digitalisierung der Bewerbungsverfahren
  • Frühzeitige Zusammenarbeit mit Hochschulen, Fachakademien und Bildungsträgern
  • Ermöglichung von Hospitationen

  • Unterstützung durch Sprachkurse und begleitende Kulturvermittlung
  • Bedarfsgerechte Wohnraumangebote
  • Beschleunigung der Anwerbung
  • Öffnung für Quereinsteiger*innen und pädagogisch affine Berufsgruppen nach klaren Einstufungsrichtlinien

  • Transparente Informationen über Ausbildungswege und Einrichtungsformen
  • Kampagnen zur Wertschätzung aller Mitarbeiter*innen
  • Gezielte Initiativen, die Vielfalt und insbesondere auch pädagogische Mitarbeiter anspricht
  • Good-Practice-Beispiele und Erfolgsgeschichten aus der Praxis
  • Gezielte Einbindung von Öffentlichkeitsarbeit auf unterschiedlichen Ebenen der Kindertagesbetreuung

  • Einführungstage für neue Mitarbeiter*innen • Systematische Schulungen zur Vermittlung der „Kita-Kultur”
  • Mentoringprogramme zur individuellen Begleitung und Unterstützung
  • Sicherstellung der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Onboarding-Maßnahmen durch Feedback-Gespräche

  • Entwicklung zukunftsorientierter Personalentwicklungsprogramme
  • Partizipative Einbindung der Mitarbeiter*innen
  • Etablierung transparenter Beschwerdestrukturen
  • Ermöglichung systematischer Teambuilding-Maßnahmen und kontinuierlicher Coaching-Angebote
  • Unterstützung der Teams bei der gemeinsamen Bewältigung von Herausforderungen durch fachliche Begleitung und Beratung

  • Etablierung umfassender Gesundheitsprogramme
  • Ermöglichung externer Supervision

  • Einführung einer vergüteten, praxisnahen Ausbildung für Quereinsteiger*innen und Nachwuchskräfte – Modellversuch "Kinderpflege – KiPrax”
  • Qualifizierung von Quereinsteiger*innen und international gewonnenen pädagogischen Mitarbeiter*innen
  • Etablierung eines ergänzendes, berufsbegleitendem Weiterqualifizierungsprogramm, insbesondere
    für Quereinsteiger*innen
  • Entwicklung dualer, berufsbegleitender und vergüteter Weiterbildungsformate für Heilpädagog*innen (FlexPrax)

  • Sicherstellung ausreichender zeitlicher Ressourcen für fundierte Anleitung
  • Aufbau verbindlicher Anleitungsstrukturen in den Einrichtungen
  • Enge Zusammenarbeit zwischen Praxisstellen und Bildungsträgern

  • Entwicklung innovativer, bedarfsgerechter Fortbildungsformate 
  • Bereitstellung ausreichender zeitlicher Ressourcen
  • Räume für Austausch, Reflexion und kollegialen Diskurs
  • Strukturelle Verankerung der Fortbildungen
  • Kooperationen mit Fortbildungsträgern
  • Bereitstellung professioneller Prozessbegleitung
  • Zentrale inhaltliche Schwerpunkte zukünftiger (Zusatz-)Qualifizierungen – auch für Teams – in den Bereichen Intersektionalität, Diversität, Geschlechtergerechtigkeit sowie Heterogenität von Kindern, Familien und Teams, Kinderschutz, Prävention und Gesundheit, Familien als Bildungs- und Erziehungspartner*innen, Inklusion und Vielfalt, Kinderrechte, Partizipation und Demokratiebildung, Soziale Gerechtigkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Verfügbarkeit spezieller Fortbildungen für hauswirtschaftliche Mitarbeiter*innen

  • Etablierung einer zeitgemäßen und gesunden Führung als Coach*innen und Gestalter*innen
  • Bereitstellung zeitlicher Ressourcen für Führungsaufgaben
  • Professionalisierung und Qualifizierung der Führungskräfte
  • Umsetzung eines gezielten Diversity-Managements

  • Systematische Identifikation und Förderung von Führungsnachwuchs
  • Etablierung innovativer Führungsmodelle
  • Reflexionsräume für Führungskräfte
  • Sicherung von Führungsnachwuchs, etwa durch Potenzialanalysen
  • Entwicklung klarer Kompetenzprofile für Leitungsrollen
  • Transparenz über Auswahlprozesse und -kriterien
  • Ermöglichung gezielter Weiterbildung und kontinuierlicher Begleitung zur Entwicklung von Leitungskompetenz
  • Etablierung eines strukturierten Mentoring-Systems

Nachhaltigkeitsziele

SDG 3
SDG 4
SDG 5
SDG 8