12. Handlungsfeld: Nachhaltige Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung ist ein zentrales Leitprinzip der Münchner Kindertagesbetreuung und auf allen Ebenen verankert. Bildung für nachhaltige Entwicklung wird im Alltag gelebt und stärkt Kinder, Familien und Mitarbeiter*innen für eine zukunftsfähige Gesellschaft.

Nachhaltige Entwicklung

Visionen

Der Geschäftsbereich KITA sowie alle Träger und Einrichtungen der Münchner Kindertagesbetreuung richten ihre Prozesse an Prinzipien der Nachhaltigkeit aus und verstehen sich als Lernorte, Erfahrungsräume und Vorbilder für eine zukunftsfähige Entwicklung.

Vision 1

Bildung für nachhaltige Entwicklung ist institutionell verankert und gelebte Praxis in allen Münchner Kindertageseinrichtungen.

Vision 2

Ziele

Ziel 1.1

Nachhaltige Entwicklung ist in Verfahren und Abläufen auf allen Ebenen der Münchner Kindertagesbetreuung verankert, fachlich begleitet weiterentwickelt und als Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Leitbildern, Konzepten und Qualitätsmanagementsystemen der Träger umgesetzt.

Ziel 1.2

Klima- und Artenschutz werden im Rahmen von Bildung für nachhaltige Entwicklung als zentrale Themen betrachtet und verankert.

Ziel 1.3

Die Geschäftsbereiche KITA und Allgemeinbildende Schulen fördern aktiv den Aufbau und die Pflege von Netzwerken für nachhaltige Entwicklung und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Ziel 2.1

Bildung für nachhaltige Entwicklung wird als zentrale Aufgabe in der Pädagogik und der Bewirtschaftung in den Münchner Kindertageseinrichtungen wahrgenommen und gehört zu den Grundprinzipien des pädagogischen Handelns.

Ziel 2.2

Alle Kinder und ihre Familien werden in den Kindertageseinrichtungen darin unterstützt, Kompetenzen zu entwickeln, um eine nachhaltige Gesellschaft aktiv und verantwortungsvoll mitzugestalten.

Ziel 2.3

Pädagogische Mitarbeiter*innen erwerben durch spezifische Fort- und Weiterbildungsangebote Kompetenzen, um Bildung für nachhaltige Entwicklung professionell umzusetzen und vorzuleben.

Übergreifende Strategien und Maßnahmen

  • Verankerung von nachhaltiger Entwicklung und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Träger- und Hauskonzepten, Leitbildern sowie Qualitätssicherungsstrukturen
  • Entwicklung trägerübergreifender Qualitätsanforderungen als gemeinsame Grundlage
  • Erarbeitung praxisnaher Indikatoren und Nachweismöglichkeiten in Qualitäts- und Selbstevaluation
  • Fachliche Begleitung der Kindertagesbetreuung durch feste Ansprechpersonen
  • Etablierung kontinuierlicher Reflexions- und Evaluationsprozesse auf Stadt-, Träger- und Einrichtungsebene zur Überprüfung und Weiterentwicklung von Abläufen, Konzepten und Wirkungen

  • Integration von Klima- und Artenschutz als verbindliche Bestandteile nachhaltiger Entwicklung in strategischen Planungen
  • Verzahnung von Klima- und Artenschutz mit Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Berücksichtigung ökologischer Kriterien bei Bauprojekten, Beschaffung und Verpflegung
  • Durchführung praxisnaher Aktivitäten für Kinder zu ökologischen Zusammenhängen, Ressourcenschonung, Artenvielfalt und Klimagerechtigkeit

  • Förderung von Ressourcensparprogrammen zur Entwicklung eines gemeinsamen Verantwortungsbewusstseins
  • Schaffung struktureller Rahmenbedingungen zur Verstetigung ökologischer Maßnahmen
  • Umsetzung naturnaher Gartengestaltung unter aktiver Einbindung der Kinder in Planung und Pflege
  • Förderung von Good-Practice-Austauschformaten und Transfer erfolgreicher Ansätze

  • Etablierung von Kooperationen mit lokalen Umweltinitiativen, außerschulischen Bildungseinrichtungen und nachhaltigkeitsorientierten Betrieben für ein erweitertes Lernumfeld
  • Integration kooperativer Aktivitäten, wie Naturerlebnistage, in den pädagogischen Alltag und die organisatorische Struktur von Kindertageseinrichtungen
  • Entwicklung und Nutzung praxisnaher Materialien und Projekte in Zusammenarbeit mit Kooperationspartner*innen
  • Bereitstellung und Nutzung einer Übersicht der BNE-Akteur*innen in München
  • Nutzung regionaler Bildungslandschaften zur Vernetzung und Weiterentwicklung lokaler Bildungsangebote
  • Bündelung von Potenzialen durch strukturierten trägerübergreifenden Austausch sowie Vernetzung zur effizienten Nutzung von Ressourcen und Sichtbarmachung von Good-Practice-Beispielen
  • Förderung des Transfers erfolgreicher Konzepte auf Stadtbezirksebene zur Stärkung nachhaltiger Bildungsstrukturen

  • Verankerung von nachhaltiger Entwicklung als Querschnittsthema in allen Bereichen der Bildung, Erziehung und Betreuung
  • Förderung selbstwirksamen Handelns der Kinder durch projektbasierte, praxisorientierte Aktivitäten
  • Nutzung digitaler Werkzeuge und praxisnaher Leitfäden zur Unterstützung pädagogischer Mitarbeiter*innen bei der Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung auch im hauswirtschaftlichen und infrastrukturellen Bereich durch nachhaltige Nutzung von Ressourcen wie Wasser, Energie,
    Lebensmitteln und Materialien
  • Etablierung einer nachhaltigen Beschaffungspraxis, beispielsweise durch Auswahl umweltfreundlicher Materialien, ressourcenschonende Abläufe sowie Prüfung von Rahmenverträgen und Ausschreibungen unter Nachhaltigkeitsaspekten
  • Orientierung an Lebenszyklusanalysen, Reflexion globaler Lieferketten und Erprobung alternativer Modelle zum verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen
  • Ausbau und Pflege interdisziplinärer Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung sowie mit kommunalen Referaten und Fachstellen zur Implementierung nachhaltiger Strukturen

  • Ausrichtung des gesamten Systems der Kindertagesbetreuung auf Nachhaltigkeit, einschließlich Bau, Ausstattung, Beschaffung, Mobilität, Verpflegung, Kommunikation und Organisation
  • Entwicklung eines institutionalisierten Selbstverständnisses von Nachhaltigkeit, das über punktuelle Projekte hinausreicht
  • Etablierung einer langfristigen Transformation der pädagogischen Praxis, bei der Nachhaltigkeit als dauerhaften Auftrag verstanden wird

  • Förderung reflexiver Lernprozesse, die Kindern ermöglichen, komplexe Zusammenhänge zu erkennen und unterschiedliche Perspektiven einzunehmen
  • Begleitung der Kinder, Gestaltungs- und Handlungskompetenzen zur aktiven Mitgestaltung ökologischer, sozialer und globaler Herausforderungen zu entwickeln
  • Implementierung eines systemischen und sozialraumbezogenen Bildungsverständnisses in Kindertageseinrichtungen, das Wissen vermittelt und die Entwicklung von Haltung und Handlungskompetenz der Kinder unterstützt
  • Integration alltagsnaher Aktivitäten in der Einrichtung zur Vermittlung globaler Wertschöpfungszusammenhänge, beispielsweise durch gemeinsames Kochen
  • Entwicklung und Implementierung innovativer Formate wie Lernwerkstätten zur Erprobung und struktureller Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in realitätsnahen Kontexten
  • Kreative Umgestaltung bestehender Räume als Impuls für nachhaltige, gesundheitsfördernde und inspirierende Lernumgebungen

  • Schaffung gemeinsamer Verantwortungsräume für nachhaltige Entwicklung
  • Organisation und Durchführung partizipativer Angebote, wie niedrigschwellige Veranstaltungen zu nachhaltiger Verpflegung, Aktionen im Stadtteil, Einrichtung von Repair Cafés oder Tauschregalen innerhalb der Einrichtung

  • Bereitstellung spezifischer Schulungs-, Fort- und Weiterbildungsangebote für pädagogische Mitarbeiter*innen
  • Kooperation mit bundesweiten Fortbildungsinitiativen wie der Stiftung "Kinder forschen"
  • Organisation von Fachtagen, Impulsvorträgen und Bereitstellung digitaler Lernplattformen seitens der Träger
  • Etablierung einrichtungsbasierter Fortbildungsformate, angepasst an individuelle Bedarfe und Nachhaltigkeitsziele
  • Umsetzung einer freiwilliger Selbstverpflichtung der Träger und Einrichtungen zur Teilnahme pädagogischer Mitarbeiter*innen an Fort- und Weiterbildung
  • Aufbau einer trägerübergreifenden Koordinierungsstruktur zur Bündelung, Sichtbarmachung und Standardisierung von Qualifizierung und Qualitätssicherung

Nachhaltigkeitsziele

SDG 1
SDG 2
SDG 3
SDG 4
SDG 5
SDG 6
SDG 7
SDG 8
SDG 9
SDG 10
SDG 11
SDG 12
SDG 13
SDG 14
SDG 15
SDG 16
SDG 17