1. Handlungsfeld: Qualitative Rahmenbedingungen

Münchner Kindertageseinrichtungen sind Orte der Vielfalt, Teilhabe und Begegnung. Sie begleiten Kinder in ihrer individuellen Entwicklung, schaffen sichere und anregende Lebensräume und stehen für ein respektvolles, demokratisches Miteinander für Kinder, Familien und Mitarbeiter*innen.

Handlungsfeld 1 Qualitative Rahmenbedingungen

Visionen

Die Münchner Kindertageseinrichtungen leisten als Orte der Begegnung einen aktiv gestalteten Beitrag zu einem demokratischen, friedlichen, toleranten, wertschätzenden und respektvollen Miteinander aller Kinder und Erwachsenen.

Vision 1

Das Angebot der Münchner Kindertagesbetreuung trägt dazu bei, allen Kindern einen erweiterten Lebensraum zu bieten, der Anregung, Unterstützung, Schutz und Verlässlichkeit gleichermaßen gewährleistet und ein gesundes Aufwachsen ermöglicht.

Vision 2

Ziele

Ziel 1.1

Das soziale Miteinander innerhalb der Kindertageseinrichtung sowie mit den Familien ist geprägt durch wertschätzendes, respektvolles Verständnis untereinander und für unterschiedliche Lebenssituationen.

Ziel 2.1

Die Münchner Kindertageseinrichtungen bieten einen qualitätsvollen Rahmen, der sich an den Bedürfnissen und Bedarfen, dem Entwicklungsstand, dem Alter sowie der Identität der Kinder orientiert und sie adäquat unterstützt und fördert.

Ziel 2.2

Die Angebote und Maßnahmen der Münchner Kindertagesbetreuung orientieren sich an der Zielgruppe sowie an gesellschaftlichen, politischen und sozialräumlichen Gegebenheiten und spezifischen Bedarfen.

Ziel 2.3

Eine trägerübergreifende Qualitätsdebatte ist etabliert und gemeinsame Weiterentwicklungs- sowie Beteiligungsverfahren sind implementiert.

Übergreifende Strategien und Maßnahmen

  • Umsetzung einer inklusiv gestalteten Pädagogik der Vielfalt, die Kinder als aktive Mitgestaltende versteht
  • Zentrale pädagogische Prinzipien sind Partizipation, Inklusion und Vielfalt, Demokratiebildung, alltagsintegrierte Sprachbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Konsequente Umsetzung der Kinderrechte als Basis der pädagogischen Arbeit
  • Orientierung der pädagogischen Aktivitäten an den Bedarfen, Bedürfnissen und Interessen der Kinder
  • Einbindung von Kindern, Familien und pädagogischen Mitarbeiter*innen an allen sie betreffenden Themen und Entscheidungen
  • Aufbau einer inklusiven, wertschätzenden Gemeinschaftskultur
  • Gelingende Übergangsbegleitung durch adäquate Gestaltung und Kooperationen

  • Gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Familien als zentrale Expert*innen für ihre Kinder 
  • Gezielte Unterstützung der Familien durch kompetenzstärkende Angebote
  • Stärkung der Einbindung der Familien in den Sozialraum

  • Aufbau fachlich qualifizierter, multiprofessioneller Teams mit Vielfaltskompetenzen 
  • Etablierung eines respektvollen, kreativen Arbeitsumfeldes
  • Verankerung von New Work-Prinzipien
  • Entwicklung eines wertschätzenden und partizipativen Miteinanders

  • Förderung einer demokratischen Grundhaltung und transparente Kommunikation nach außen
  • Kernpunkte der Konzeptionen sind Inklusion, Vielfalt, Partizipation, Sprache, Bewegung sowie digitale Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • (Weiter)Entwicklung spezifischer Konzeptionen zu den Einrichtungsarten
  • Entwicklung sowie regelmäßige Aktualisierung von Träger-, Haus- und Schutzkonzepten
  • Entwicklung trägerspezifischer Konzepte zu Schwerpunktthemen Identitätsentwicklung, digitalen Bildung sowie Gesundheit und Sicherheit

Entsprechende personelle Ausstattung unter Berücksichtigung qualitativer Kriterien wie fachliche Eignung, pädagogischen Haltung oder beruflicher Erfahrung

  • Kontinuierliche Professionalisierung durch systematisch konzipierte Fort- und Weiterbildung, insbesondere zu Inklusion, Intersektionalität, Diversitätssensibilität und Geschlechtergerechtigkeit
  • Unterstützung in der Praxis zu konzeptionellen Fragestellungen und Weiterentwicklung der pädagogischen Qualität durch qualifizierte Beratungs- und Förderkräfte

  • Sicherung der körperlichen und seelischen Unversehrtheit der Kinder
  • Sicherstellung der beruflichen Gesundheit und nachhaltigen Handlungssicherheit der Mitarbeiter*innen
  • Gestaltung kindgerechter, sicherer und anregender Lernumgebungen durch Orientierung der baulichen Gegebenheiten und Ausstattung an pädagogischen Grundprinzipien

  • Ausrichtung der pädagogischen Arbeit an den Lebenslagen
    und Bedürfnissen der Kinder zur Umsetzung differenzierter
    Bildungsaktivitäten und individueller Förderstrategien
  • Orientierung an gesellschaftlichen, politischen und
    sozialräumlichen Gegebenheiten
  • Zielgruppenspezifische Ausgestaltung und Verankerung der
    Bildungsaktivitäten unter Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit

  • Kooperationen mit Bildungs- und Betreuungseinrichtungen,
    sozialen Diensten, Beratungsstellen sowie Akteur*innen der
    Kinder- und Jugendhilfe
  • Aktive Beteiligung der Familien in die sozialraumorientierte Arbeit
  • Herstellung von Nachvollziehbarkeit und Transparenz
    bei Konzepten, Angeboten und Entscheidungsprozessen
  • Etablierung einer vertrauensvollen und partizipationsfördernden Kultur

  • Nutzung von Qualitätssicherungssysteme
  • Begleitung der Veränderungsprozesse durch qualifizierte Fachkräfte
  • Etablierung eines trägerspezifischen Monitorings
  • Einführung eines systematischen Datenmanagements und Controllings
  • Weiterentwicklung und -führung der Qualitätsdebatte zwischen Praxis, Trägern, Wissenschaft und Verwaltung
  • Etablierung eines übergreifenden Expert*innengremium

  • Partizipation als zentrales Prinzip: systematische Einbindung von Kindern, Familien und pädagogischen Mitarbeiter*innen in die Qualitätsentwicklung auf Einrichtungs- und Trägerebene
  • Sicherstellung von Transparenz durch offene, nachvollziehbare Kommunikation aller Prozesse und Ergebnisse

Nachhaltigkeitsziele

SDG 4
SDG 5
SDG 10
SDG 16
SDG 17